Weniger abfragen, bevor die Felder besser werden
Für eine Kontaktanfrage reichen oft eine Antwortmöglichkeit und eine kurze Frage. Ein vollständiges Profil ist selten nötig. Halten Sie für jedes Feld fest, warum es gebraucht wird und wer die Angaben nutzt. Streichen Sie Felder ohne klaren Zweck, kennzeichnen Sie freiwillige Angaben und erklären Sie, warum sensible Informationen nicht in ein allgemeines Nachrichtenfeld gehören. Das ist eine Gestaltungsempfehlung, keine Aussage über ein bestehendes Studioformular.
Jedes Feld braucht einen sichtbaren Namen
Eine eindeutige Beschriftung bleibt sichtbar. Beispiele als Platzhalter verschwinden beim Tippen und dürfen nicht die einzige Erklärung sein. Die Beschriftung muss im Code dem Eingabefeld zugeordnet sein; räumliche Nähe allein genügt nicht. Ist ein bestimmtes Format wichtig, erläutern Sie es vor dem Absenden. Teilen Sie Namen nur dann in mehrere Felder auf, wenn der weitere Arbeitsablauf das tatsächlich erfordert.
Datentyp, Verwendungszweck und Tastatur unterscheiden
Der HTML-Eingabetyp beschreibt die allgemeine Datenkategorie, autocomplete den erwarteten Verwendungszweck. Für die E-Mail-Adresse einer Person passen type="email" und autocomplete="email", für ihre Telefonnummer entsprechend tel. inputmode gibt einen Hinweis auf die Bildschirmtastatur, prüft aber keine Werte. Verwenden Sie type="number" nicht allein deshalb für Kennungen oder Telefonnummern, weil sie Ziffern enthalten. Führende Nullen und Pluszeichen können wichtig sein.
Automatisches Ausfüllen unterstützt, garantiert aber nichts
Passende autocomplete-Werte helfen Browsern und assistiver Software, übliche Felder für persönliche Angaben zu erkennen. WCAG-Erfolgskriterium 1.3.5 betrifft festgelegte Eingabezwecke für Angaben zur nutzenden Person und Technologien, die diese unterstützen, nicht pauschal jedes Feld. Ob automatisch ausgefüllt wird, hängt von Browser, Einstellungen und gespeicherten Daten ab. Vorschläge müssen prüfbar und korrigierbar bleiben. Nach dem Ausfüllen darf das Formular nicht unbemerkt abgesendet werden.
Mit Eingaben testen, die Menschen wirklich mitbringen
Testen Sie Tippen, Einfügen, automatisches Ausfüllen, internationale Telefonnummern, lange Namen, nichtlateinische Schrift und leere optionale Felder. Nutzen Sie Testdaten statt echter Kundenkontakte in Screenshots. Prüfen Sie Beschriftungen, Fokus, Fehlerhinweise und ob Eingaben nach einem behebbaren Fehler erhalten bleiben. Eine statische Prüfung ersetzt keine tatsächlichen Tests auf Geräten und in Browsern.
Ein kurzes Prüfprotokoll führen
Notieren Sie pro Feld Zweck, Beschriftung, Eingabetyp, gegebenenfalls autocomplete, Pflichtstatus und getestete Browser. Berücksichtigen Sie auch hilfreiche Fehlermeldungen in Formularen und sichtbaren Tastaturfokus. Prüfen Sie nach Übersetzungen oder Anbieterwechseln erneut. Dieses Protokoll erleichtert die Abnahme, zertifiziert aber weder Barrierefreiheit noch verspricht es mehr Anfragen oder Verkäufe.
