Mit leicht verwechselbaren Aktionen beginnen
Ein Produkt öffnen und zum Vergleich hinzufügen sind unterschiedliche Absichten. Auf dem Smartphone liegen die zugehörigen Bedienelemente dennoch manchmal dicht nebeneinander. Notieren Sie solche Paare vor der Überarbeitung: Suche und Schließen, vorheriges und nächstes Bild, Plus und Minus. Beurteilen Sie die Kombination statt nur das einzelne Symbol. Muss man für einen gewöhnlichen Tipp erst genau zielen, sollte die Anordnung überprüft werden.
Kleines Symbol, ausreichende Bedienfläche
Ein kompaktes Symbol kann innerhalb einer großzügigeren Schaltfläche stehen. Der zusätzliche Raum muss tatsächlich auf Eingaben reagieren und darf nicht bloß dekorativer Abstand sein. Benachbarte aktive Flächen dürfen sich nicht überlagern. WCAG 2.2 nennt in Kriterium 2.5.8, Stufe AA, mindestens 24 × 24 CSS-Pixel mit festgelegten Ausnahmen. Diese Grenze ist kein allgemeines Rezept für ein angenehmes Menü.
Erst vereinfachen, dann vergrößern
Passen nicht alle Aktionen nebeneinander, sollten sie nicht immer weiter schrumpfen. Lassen Sie die Hauptaktion sichtbar und verschieben Sie seltene Aktionen in ein verständlich bezeichnetes Zusatzmenü. Der aktuelle Bereich und der Rückweg müssen erkennbar bleiben. Prüfen Sie echte Übersetzungen: Eine kurze Musterbeschriftung kann Platzprobleme anderer Sprachen verdecken.
Die Änderung im Zusammenhang abnehmen
Testen Sie normale und vergrößerte Darstellung, einen schmalen Bildschirm und die geöffnete Suchtastatur. Tippen Sie am Rand, zwischen Nachbaraktionen und auf die Beschriftung. Das Ergebnis muss nachvollziehbar sein. Prüfen Sie außerdem die Tab-Navigation: Eine große Berührungsfläche allein macht die Bedienung nicht tastaturzugänglich. Dokumentieren Sie geprüfte Ansichten und Eingabemethoden. Die Kontrolle einiger Schaltflächen ersetzt kein vollständiges Barrierefreiheitsaudit.
Lesen Sie weiter über sichtbaren Fokus und Tastaturnavigation.
